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Grunwald liegt am südöstlichen Abhang der Hohen Mense.und umfasste eine Geländefläche von 294 ha. Bei der Gründung im Jahre 1719 auf kaiserlichem Forstboden bestanden in Grunwald zuerst nur 12 Häuser. Die Namen der ersten Siedler waren: Bartsch, Becker, Kahrig (Karger), Kreusel (Kreisel), Zwiener, Babel (Pabel), Schmidt, Grimm, Lemfeld (Lengfeld), Rolletschke, Klose, Postler, Peltz (Pils), Urban, Urner, Jung, Kastner, Zobel, Schindler, Sagner.
Das Urbarium ist aus dem Jahre 1792. Die Ansiedler mußten jährlich 60 Klafter Holz kostenlos bis zum Tag Jacobi schlagen, sie durften ihr Vieh an den Könglichen Forsten hüten und hatten hierfür eine Entschädigung von 2 bis 4 guten Groschen zu zahlen.
Grunwald war und ist ein bekannter Urlaubsort und der bekannteste Wintersportplatz in der Grafschaft Glatz (Sprungschanzen für Sprünge bis 40 m, Rodelbahn - 2 km ins Weistritztal, etc.)
In der Nähe liegt das Naturschutzgebiet “Seefelder” Grunwald bestand aus den Kolonien Buchenwinkel, Hindenburgbaude.
Forsthäuser bestanden in Grunwald und Rehdanz.
Herbergen: Hindenburgbaude (Grenzlandbaude), Berghof Rübartsch, Kammbaude Grunwald-Krone (Besitzer Fritz Urner), Ritterbaude, Adlerbaude, Gasthaus Kastner, Gasthaus Hank, Sport- und Touristenheim Lutzke, Fremdenheime Herzig und Vogel, Jugendherberge Mensehorst (beim Goldenen Stollen), Hohe Mense Baude (langjähriger Pächter Rübartsch).
Sage über den Namen Grunwald::
Der Name Grunwald soll sich herleiten von einem Flüchtling namens “Grun”. Dieser flüchtete das Weistritztal aufwärts, um seinen Verfolgern zu entgehen. Er ließ sich im Bereich der Kammhöhe (Sauhorn) des Mensegebirges nieder. Am sogen. Hüttenköppel stand eine Glashütte (später Pangratzsche Glashütte in Kaiserswalde) für die er Holzkohle brannte. Durch den Rauch der Holzkohlenmeiler, der bis Biebersdorf zu sehen war, verriet er sich und wurde gefangen.
Namensableitung:
Der Name wird jedoch aufgrund der Waldlage abgeleitet sein: Der Ort wurde mitten im grünen Wald gegründet. So hieß der Ort auch 1754 in einem Schriftstück “Grünewald”. Im Urbarium von 1792 wird das Dorf bereits Grunewald genannt. Ab dem Jahr 1818 wird der Ort mit “Grunwald” bezeichnet
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